Alexandriner
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Nach dem Selbstmord Kleopatras VII. 30 v. Chr. wurde Ägypten römisch. Die ersten alexandrinischen Prägungen (ausschließlich Bronzemünzen) lehnten sich noch sehr an die letzten Bronzemünzen der Kleopatra an. Tiberius begann wieder mit der Ausprägung silberner Tetradrachmen. Während der Regierung des Claudius experimentierte man mit Didrachmen und Drachmen aus Billon; der Silbergehalt dieser Münzen ist so gering, daß sie gelegentlich sogar versehentlich als Bronzemünzen bezeichnet werden. Unter Nero gab es schließlich folgende Nominale: Billon-Tetradrachme, Billon-Didrachme (nach Nero nicht mehr geprägt), Drachme, Hemidrachme, Diobol, Obol, Hemiobelion, Dichalkon, Chalkus (nur unter Nero geprägt); unter Domitius Domitianus wurde die Oktodrachme eingeführt. Im 3. Jahrhundert n. Chr. endete die Prägung der Bronzemünzen, die letzten Drachmen wurden unter Vabalathus und Aurelianus geprägt. Mit der Einführung der Reichswährung in Ägypten im Jahr 296 endete die Prägung der Alexandriner; lediglich alexandrinische Münzen des Usurpators Domitius Domitianus sowie die Isismünzen der ersten Tetrarchie, den letzten Tetradrachmen ähnliche Stücke mit der Darstellung der Isis auf dem Revers, aber ohne Jahresangabe (wohl nach der Revolte des Domitius Domitianus als eine Art Token ausgegeben) wurden danach noch geprägt.
Die Alexandriner wurden ausschließlich in Alexandria geprägt und waren nur in Ägypten gültig, während reichsrömische Münzen in Ägypten ungültig waren. Daher gab es in Alexandria bis zur Einführung der Reichswährung auch keine Prägung reichsrömischer Münzen, lediglich in den Wirren des Bürgerkrieges nach der Ermordung des Pertinax 193 kam es zur Ausprägung von Denaren, die freilich nicht für den Umlauf in Ägypten bestimmt waren.

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